Elbtal-Sub, Eine Tour von Königstein nach Pirna

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Elbtal-Sub, Eine Tour von Königstein nach Pirna

ELBTAL-SUP

Eine Tour von Königstein nach Pirna

Thomas Richter hat sich das SUP-Board geschnappt und ist auf der Elbe von Kilometer 16 bis 35 gepaddelt. Heraus gekommen ist eine gemütliche Tour entlang des Elbtals.

An einem schönen Sommertag entscheiden wir uns spontan für eine Paddeltour im Elbtal. Schon des Öfteren sind wir zwischen Schmilka und Dresden unterwegs gewesen. Hier kann man entspannt an einem halben Tag kleinere Abschnitte paddeln und den Tag genießen. Das Elbsandstein gebirge kenne ich schon seit Kindheitstagen und seitdem lässt es mich nicht mehr los. Früher kletterten wir hier und sahen die Elbe zu unseren Füßen.
Vor 25 Jahren wäre ich allerdings nicht auf die Idee gekommen, hier auf der Elbe zu paddeln. Das Flusswasser war stark verschmutzt und die Re gion wurde vermehrt industriell genutzt. Heute sieht das Gott sei Dank an ders aus. Badende Familien, Paddler, Radfahrer und Naturliebhaber im Allgemeinen werden von der Elbe und dieser wunderschönen Region in Sachsen magisch angezogen. Hier findet man Kultur und Natur im Einklang, sanft in die Landschaft eingefügte Weinhügel, zu deren Füßen grüne Som merwiesen mit Feldblumen, dazwischen kleine, gepflegte Örtchen und freundliche Menschen. Ein Ausflug nach Dresden lohnt sich immer, beson ders vom Wasser aus.
Der Elberadweg zwischen Prag und Hamburg ist einer der bekanntesten Radwege Europas und führt auf diesem Abschnitt direkt an der Elbe entlang. Hier zu radeln oder eben auf dem Fluss zu paddeln ist pures Genießen. Kleine Gasthäuser, Pensionen und Campingplätze laden zum Verweilen ein und Schlösser, Burgen, Wanderwege, Museen und Ausstellungen sor gen für ausreichend Abwechslung.

Start in Königstein

Diesmal fahren wir mit dem Auto nach Königstein, bekannt durch seine Festung, hoch oben über der Elbe. Unsere Tour starten wir nach zweieinhalbstündiger Anreise von Dessau, ebenfalls an der Elbe gelegen, gegen 11 Uhr.
Für den Einstieg wählen wir eine Fährstation, die beide Ufer von Königstein verbindet. Etwas rutschig und steinig ist es hier. Dank der leich ten Boards ist das Handling einfach und es kann losgehen. Nach etwa sechs Kilometern erreichen wir den Felsen der Bastei mit dem malerischen Ort Rathen. Hier gibt es eine wirklich schöne Freilicht-Theaterbühne – die »Felsbühne Rathen« ist empfehlenswert für Theaterfans und Kinder. Hier rasten wir und betanken uns mit Fassbrause und Radler. Es ist ein heißer Tag und eine innerliche Abkühlung tut gut. An einem kleinen Imbiss gibt es Sülze mit Röster und nettes Personal. Mit Blick auf die Elbe und dem westlichen Ufer des Kurortes Rathen genießen wir unser leckeres Mittagsmenü.

Im Slow-Modus weiter

Nach einer kleinen Verdauungspause geht es gemütlich weiter. Wir passieren den Basteifelsen mit seiner Aussichts plattform hoch oben über der Elbe und über uns. Eine tolles Gefühl, mitten auf der Elbe passieren uns alte Dampfschiffe mit Schaufelrad-Antrieb. Die Stadt Weh len kommt in Sichtweite und auch hier gehen wir an Land. Mit einem Eis in der Hand und einem gemütlichen Kaffee ge nießen wir stressfrei unsere Paddeltour. Heute wollen wir keine sportlichen Re korde brechen, und ein Abenteuer wie unsere Amazonas-SUP-Tour erleben wir heute nicht. Unser Vorhaben dient der Entspannung und des Genießens.
Sächsischer Wein, schönes Wetter und nette Leute, hier findet jeder zu sich. Eigentlich wollte ich bis Dresden paddeln, aber meine Freunde meutern (alle über) – o.k., mit gehangen, mit gefangen, dann soll es so sein. In Pirna verlassen wir die Elbe und wollen mit einem der Schaufelrad-Damp fer zurück zu unserem Ausgangspunkt, wo unsere Autos geparkt sind.

Mit dem Dampfer zurück

Gerade aus dem Wasser und schon ist ein Schiff in Sicht. Alles muss nun schnell gehen. Der Dampfer legt kurz an, um gleich wieder Fahrt auf zunehmen. Wir haben noch nicht einmal die Luft aus unseren Boards ge lassen. In Eile bewegen wir uns in Richtung Anleger und Schiff. Ein netter Matrose ruft uns zu: »Keene Eile, die Boards könnt ihr mit an Bord neh men.« Großes Staunen bei der Schiffsbesatzung. Luft im Brett? »Nu, das is doch super!«, sagt der sächsische Matrose. Echt nette Leute hier. Wir rollen die Boards zusammen und freuen uns auf ein Radler oder Weinchen, dazu teilen wir uns eine Portion Matjes-Tatar.
Die hier vorgestellte Tour ist eine absolute Empfehlung. Egal ob in Kanu, mit dem Rad oder im Stehen auf einem SUP – das Elbtal ist ein Highlight und wunderschön!

Thomas Richter

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